Wie funktionieren Yoga-Instagram-Challenges?

Obwohl ich grosser Social-Media-Fan bin und mit den Sozialen Medien arbeite, habe ich eine Weile gebraucht, bis ich wirklich verstanden habe, wie die Yoga-Instagram-Challenges mit den Asana-Bilder funktionieren.

 

 

Um euch die Rätselei zu ersparen, schreibe ich jetzt einen kleinen Erklärpost – für alle Yogis und Yoginis, die einmal mitmachen möchten – und vor allem für alle, die darüber nachdenken, selbst einmal eine solche Challenge zu veranstalten. Denn gerade Yogalehrerinnen und Yogalehrer können dieses Mittel auch nutzen, um mehr Bekanntheit zu erreichen, wenn sie ein paar Dinge beachten. Aber der Reihe nach...

 

Warum überhaupt eine Insta-Challenge?

Ja, ich weiss, das Wort "Challenge" ist vielen Yogis zuwider. Sollte es beim Yoga nicht mehr um die eigene, innere Erkenntnis gehen? Weniger um einen Wettstreit um das schönste Asana-Bild? Natürlich. Aber es gibt einige gute Argumente dafür, sich Insta-Challenges einmal genauer anzusehen. Und einige davon sind durchaus yogisch.

 

  • Die eigene Bekanntheit steigern – das ist vor allem für Yogalehrerinnen und -lehrer interessant, die mehr Schülerinnen und Schüler in ihre Klassen locken möchten.
  • Andere Yogis und Yoginis auf Instagram kennenlernen - das ist besonders für all die spannend, die allein zu Hause zu üben ein bisschen einsam finden.
  • Zeigen, dass ein und dieselbe Asana bei unterschiedlichen Körpern ganz unterschiedlich aussehen kann.
  • Asanas beschreiben, Alternativen aufzeigen - einen Gegenpol zu den vielen scheinbar perfekten akrobatischen Asana-Bildern setzen. (Das geht auch per Video.)
  •  Ein Gefühl einer Yoga-Gemeinschaft zwischen Menschen entstehen lassen, die sich vorher nicht kannten.
  • Andere Yogis und Yoginis dazu motivieren, wirklich täglich Yoga zu praktizieren.

 

Wie läuft eine Insta-Challenge ab?

Ein oder mehrere Veranstalter (Hosts) rufen zur Challenge auf, indem sie einen Zeitraum und bestimmte Asanas für jeden Tag in diesen Zeitraum festlegen. Dann suchen sie sich einen #Hashtag aus, der ihre Challenge beschreibt, und verbreiten ein Bild mit den Asanas und ihren Spielregeln. Das kann dann zum Beispiel so aussehen:

 

#YinYasa

Ein Beitrag geteilt von IGYogaChallenges (@igyogachallenges) am

Und dann geht der eigentliche Spass los: Tag für Tag posten Menschen – wenn es gut läuft auf der ganzen Welt – Bilder und Videos von sich in den vorgeschlagenen Asanas. Damit andere die Bilder leichter finden, werden diese mit dem Hashtag der Challenge gekennzeichnet.

 

 

Bei den meisten Challenges gibt es auch etwas zu gewinnen. Wer Tag für Tag dabei ist und ein Bild oder Video von sich in der gewünschten Asana postet, nimmt an der Verlosung teil. Der Preis (besonders beliebt sind ortsungebundene Yoga-Preise wie Matten oder Leggins) wird meist vom Hersteller gesponsert, da die Challenge für ihn eine positive Publicity ist. Wer teilnehmen will, muss oft auch Hosts und Sponsoren in jedem Post mit angeben. Wer nichts gewinnen mag, kann sich das sparen.

 

Wie finde ich die passende Challenge für mich?

Die Gefahr bei Yoga-Challenges ist, dass man sich in Asanas hineinzwingt, für die der Körper noch nicht bereit ist – nur damit es auf dem Foto besonders gut aussieht. Inzwischen gibt es aber Challenges für wirklich alle Stufen und längst nicht mehr nur die biegsamsten Menschen machen mit.

 

Mit dem Hashtag #yogachallenge findet man viele Bilder und Challenges. Der Account @IGYogaChallenges sammelt Aufrufe zu Challenges – es lohnt sich diesem Account zu folgen und ihn auch auf eigene Challenges hinzuweisen, damit er sie verbreiten kann.

 

Was, wenn ich teilnehmen will, aber niemanden habe, der mich fotografiert?

Dafür gibt es zum Beispiel die kostenlose App Whistle Camera. App anschalten, Handy gut positionieren, Asana einnehmen, pfeifen und drei Sekunden später schiesst das Handy automatisch ein „Selfie“. Wer mehr Zeit nach dem Pfeifen braucht, wählt fünf oder zehn Sekunden.

 

Bilder auf Instagram sind mehrheitlich quadratisch - inzwischen kann man aber auch Hochformate einpflegen. Viele Nutzer bearbeiten die Bilder bei Instagram - es gibt eine gewaltige Auswahl an Filtern, Stickern und Rahmen, wenn man das möchte.

 

Wie nutze ich die Insta-Challenge als Marketing-Instrument?

Nach Newslettern und Facebook, ist Instagram das dritte wichtige Marketing-Instrument für Yogalehrerinnen und Yogalehrer. Die Challenge kann helfen, viele Follower und damit auch Interessenten für die eigenen Workshops und Yogastunden zu gewinnen. Hier meine Tipps, wie man eine eigene Instagram-Challenge besonders wirkungsvoll gestaltet:

Eine Insta-Challenge bekommt besonders viel Aufmerksamkeit, wenn...

  • man sich mit Instagramern zusammenschließt, die bereits eine grosse Gruppe an Followern haben. So findet man auch leichter Sponsoren.

  • der Hashtag für die Challenge ein bisher selten verwendeter ist. So sieht man auch wirklich nur die Fotos, die zur Challenge gehören, wenn man den Begriff eingibt.

  • die Challenge zusätzlich noch mit bekannteren Yoga-Hashtags „garniert“ wird, damit möglichst viele Yogis auf der Suche nach Bildern darüber stolpern. Zum Beispiel #yoga #morningpractice #igyogafamily… Auch regionale Hashtags wie die eigene Heimatstadt oder das Land sind sehr sinnvoll, wenn man SchülerInnen gewinnen möchte.

  • die TeilnehmerInnen aufgefordert werden, andere Yogis zur Challenge einzuladen, und die Veranstalter bei jedem geposteten Bild mit anzugeben.

  • Und das Wichtigste zum Schluss: Die Veranstalter sollten sich auch wirklich für die Bilder der Teilnehmerinnen interessieren, sie kommentieren, liken und den Teilnehmerinnen und Teilnehmern zurückfolgen. Instagram ist ein SOZIALES MEDIUM. Der primäre Zweck einer Challenge ist IMMER die Kommunikation mit anderen Yoginis und Yogis – das Marketing ist nur ein positiver Nebeneffekt.

Ich will das jetzt mal ausprobieren...

Klasse, dann mach unbedingt mit bei #meineYogaChallenge - diese Challenge veranstalte ich zusammen mit vielen tollen Co-Hosts und Sponsoren.

 

Wie es funktioniert und was es zu gewinnen gibt, erfährst du HIER!!

 

Und mit diesem Klick oder beim Klick auf das Bild kommst du direkt zum entsprechenden Instagram-Post.

Wuff und Namaste! Bianca und Sukhi

Wie kopiert man den Text bei Instagram oder teilt Bilder?

Da muss dann eine Spezial-App ran - ja, leider ist das ein bisschen kompliziert. Aber der Aufwand lohnt sich. Ich erklär es in meinem Live-Marketing-Tipp:

PS: An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an meine Instagram-Freundin Jessi von @oneluckyyogamum fürs Probe lesen und ergänzen dieses Artikels und ihre Hartnäckigkeit, mich immer wieder zur Teilnahme an verschiedenen Challenges einzuladen!

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Kommentare: 2
  • #1

    Jessi (Mittwoch, 26 Juli 2017 11:59)

    Nicht dafür � Freu mich dich endlich überredet bekommen zu haben �

  • #2

    Nici (Donnerstag, 22 Februar 2018 11:57)

    Liebe Bianca, tolle Idee, super erklärt. Macht Lust mitzumachen und es irgendwann auch selbst mal auf die Beine zu stellen. Werde bei Deiner Challenge mitmachen und freu mich drauf.
    Liebe Grüße! Nici
    www.yogakraftwerk.de